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JazzWord – stories from the crooked path – Ken Waxman / June 12,  2019

By its shape, pitches and tones that are half-clownish and half-calm, the trombone, especially in solo mode, seems to call out to become a vehicle for improvisation. A few slide-pumpers like Albert Mangelsdorff and George Lewis have created notable sessions; and on the evidence here, Andreas Schickentanz from Germany have take up the challenge.

Schickentanz is a Dortmund-native, whose experience is with ensemble such as the Cologne Contemporary Jazz Orchestra and the JazzStation Big Band. Using electronic add-ons he strives to produce 15 specialty brass sounds. 

Hedging his bets with electronics, Schickentanz has produced an entire aural photo album of what the trombonist calls “snapshots”, capturing the ways in which the instrument’s sounds can be contorted. While at the top a certain laboratory-like cleanliness suffuses the exercise with, for example, signal-processed oscillations vying for the foreground with hunting-horn-like textures; or an upsurge in granular synthesis almost masking the challenges posed by mixing concentrated blasts and mouthpiece spits, he relaxes by “High Hopes amid Hard Times”, the third track. At that point, cross pulsations from electronics and plunger oscillations harden into a repetative rhythmic continuum infrequently broached by tone inflations or metal clatters.

Most characteristic of the trombonist’s cerebral skills occur on a mid-disk sequence like “Paragliding” and are even mixed with sly humor on “Printing” and “Paris”. On the first, granular pitch separation complete the narrative in such a way that variations of pitch and texture are soon highlighted among the organ-like continuum created by electronics. In a more jocular fashion, the sound of a laser printer going on line provide the backing for two separate trombone tones on “Printing”, one with capillary pushes and pops and the other with slithery high pitches. The climax encompasses see-sawing brass pushes alongside the sound of the printer spewing out paper. In a similar fashion, “Paris” begins with noises from that city’s metro train and stations mixed with a swinging brass exposition that soon melds double-tracked plunger tones from the trombones with the sounds of hissing brakes, train car movements and moving crowds. The finale somehow manages to suggest Rock-guitar-like flanges, positioned percussion and clinking drinking glasses.

Schickentanz’s skill is such that the electro-acoustic mix not only suggests guitar-string-shakes and drums chops and clanks on tracks such as “The End” – which actually isn’t the final tune – but some timbres that say trumpet not trombone. Pulsating, blurry, martial and dissonant when need be, it’s evident that even in the midst of solo experimentation the trombonist never forgets his mainstream and big band roots. There are melodic balladic upsurges on tracks such as “Parhelion” and others.

Solo playing doesn’t have to involve alienating experimentation as Schickentanz demonstrate son his disc.

(……..) demonstrate how satisfying a singular brass recital can be even if all tones arise from one sophisticated and tenacious soloist.

—Ken Waxman

Track Listing: Stories: 1. Heatwave 2. The Crooked Path 3. High Hopes Amid Hard Times 4. Parhelion 5. Gossip 6. Time 7. Flipside Overlap 8. Paragliding 9. Printing 10. Dream 11. Paris 12. Moon in My Room 13. The End 14. Billy the Kid 15. In Fading Light

Personnel: Stories: Andreas Schickentanz (trombone and electronics)

 

 

down beat – 8/2014 by Jeff PotterAndreas Schickentanz, Chimera (Jazz Haus Musik 214; 64:01, 3 stars)

A busy trombonist-composer based in Cologne, Andreas Schickentanz is a swinging, thoughtful and dexterous soloist. He also knows the elemetal value of a great sounding long tone. The bandleader has a warm, expressive sound from the bottom to the top of his instrument. And he has carefully chosen bandmates whom are equally dedicated to the beauty of sonic blend. This is especially evident in his brotherly blend with tenor saxophonist Matthias Erlewein. The naked improvisations here sometimes incorporate electronic effects and snippets of field recordings. Even within that seemingly aberrant input, the trombonist finds the connecting color thread.

 

IPV Printjournal – Axiom /Andreas Mössinger 2015

Der Kölner Jazzposaunist und Komponist Andreas Schickentanz (*1961, ursprünglich Absolvent der Kölner Musikhochschule bei Prof. Jiggs Whigham) legte in diesem Jahr eine neue CD vor. Zu seinen bisherigen Projekten zählen das Quintett Refugium, das Schickentanz Quartett und das Cologne Contemporary Jazz Orchestra (gegr. 2002). Letzteres arbeitete mit sehr bekannten Stars wie u.a. Lee Konitz, Markus Stockhausen. Die vorliegende CD ist die dritte, die er mit seinen eigenen Kompositionen veröffentlichte. Musizierte er bei den anderen beiden (Flat Earth News, Chimera) mit seinen bekannten und befreundeten Jazzkollegen, so war er bei der Aufnahme zu „Axiom“ ganz alleine aktiv (natürlich plus Tonmeister im Studio…). 11 Kompositionen wurden solistisch eingespielt und auf der CD mit ganz verschiedenen Soundeffekten zu einem vielschichtigen Klang modelliert.

Der Titel „Axiom“ heißt übersetzt Leitsatz (Grundsatz,

Richtlinie). Die 11 Titelbezeichnungen sind: Häutungen, ZugzwangI,Schonfrist, Pausenbrot, Nachtblind, Axiom, Hundetraum, Kurzwellen, Zugzwang II, Über die Einsamkeit im Weltall, Montieri (abends).

Der Klang einer einzigen Posaune wird durch Aufnahmetechnikmehrstimmig präsentiert genauso wie durch elektronische und akustische Effekte klanglich reich erweitert. Der Hörer taucht gleichsam ein in eine Welt der Vorstellung, deren Bilder zu einer Klangwelt modelliert werden. Verspieltes Verweilen in den musikalischen Ideen, im Rhythmusgroove und im harmonischen Zusammenhang, dazu plötzliche Überraschungen und hohe gestalterische Intensität kann man erleben, einen überraschend groovigen und gut hörbaren Sound, immer etwas witzig oder besser eine durchweg frische Brise… Lautmalerisch beschreibende, manchmal realistische Hörbilder sind aber dabei auch philosophisch hintersinnig, fast archaisch. Sie werden musiziert mit echtem, guten Posaunensound von der tiefen Lage bis nach oben frei und gestalterisch eingesetzt mit begeisternden kompositorischen Ideen.

Es empfiehlt sich zugewandtes Anhören, was in jedem Fall sehr belohnt wird mit einer Fülle an Musik und unterhaltsamen Hörerlebnissen, wovon man überrascht ist, dass „alles“ urspünglich mit einer Posaune eingespielt ist.

Gratulation an Andreas Schickentanz für eine sehr gelungene,absolute Ausnahme-CD, die trotz allen Avant-Gard-Stils nie die „bodenständige“ Hörbarkeit außer Acht lässt und deshalb genauso gerne seinem Hörer erzählen möchte, wie sie von diesem auch gehört werden möchte.

Durch die Situation des solistischen Spiels erinnert mich die CD im Grundsatz an die ebenfalls alleine gespielten Auftritte und Aufnahmen von Albert Mangelsdorff, der u.a. mit Dämpfereffekten, dichtem Mikrophon und Multiphonics seinen Posaunenklang erweiterte.

Diese CD möchte ich den Lesern sehr empfehlen.

 

 

Audio 07/2015 : 56 – Werner Stiefele

Der Posaunistenkollege (bezieht sich auf eine vorherige Rezension von Samuel Blaser) Andreas Schickentanz setzt auf seiner Soloscheibe `Axiom´ hingegen explizit auf die Möglichkeiten der elektronischen Soundbearbeitung, um Klangfülle, Mehrstimmigkeit. metallische Sphären oder verwaschene, an die Tonfärbung der ersten Syntheziser erinnernde Klangwolken zu erreichen..

Zwischendurch baut der Kölner Freidenker auch mit fast konventionellen Posaunentönen loopartige Effekte: eine vielfältige Scheibe, die mit völlig anderen Mitteln an die Innovationsfreude Mangelsdorffs anknüpft.

 

Kurt Rade / VirginJazzFace  – AXIOM, 2015

Kürzlich traf ich Andreas Schickentanz im domicil in Dortmund wo er zu der Reihe „Dortmunder Jazzwerkstatt“ als Gastmusiker spielte. Seine CD hatte ich schon vorher und nutzte die Gelegenheit ihm ein paar Fragen zu dem Projekt zu stellen. Lange wurden ja keine Solo-Projekte auf CD mehr von Posaunisten veröffentlicht.

Neu war für mich, dass Andreas schon sehr lange mit technischen Geräten experimentierte und dieses zu einer wirklichen Vollkommenheit gebracht hat.

Die Kompositionen sind durchweg ruhig gehalten und gehen den Weg einer Verinnerlichung. Auch hier wirkt AXIOM wie ein Buch mit vielen Kurzgeschichten die aber einer treuen Linie folgen.

Besonders hat mich das Stück „Über die Einsamkeit im Weltall“ beindruckt. Es erweckt sich der Eindruck dass im Hintergrund der Posaune ein Orchester spielt. Beeindruckend wieviel Ruhe und Zeit sich Andreas nimmt. Sehr konzentriert gespielt und die Töne raffiniert mit der Technik verbunden. Die kompositorische Reife von Andreas Schickentanz ist beindruckend, seine Tonbildungen sind Modern und haben keinen Charakter von Mainstream.

Auch seine Spieltechnik ist ein Unikat, denn um so viele Tonvariationen spielen zu können brauch es eine eigenständige Entwicklung.

„AXIOM“ ist mehr als hörenswert und gehört in jede Sammlung von Jazzhörern,  die Posaune lieben.

 

 

Jazz Thing / Juni-August 2013 – Andreas Schickentanz , Chimera 

Chimären sind mythische Wesen, halb Bock, halb Löwe, oft beflügelt. Posaunist Andreas Schickentanz vereint nicht nur auf dem Titelstück seiner neuen CD `Chimera´ viele unterschiedliche musikalische Facetten zu einem Gesamtbild, das aber weit mehr als halb und halb verspricht und keineswegs bockig oder gar wie ein brüllendes Fabeltier daherkommt. Beflügelt und eher einem eleganten Pegasus gleich spielt das Quintett luftig leicht und mit einer erfreulichen harmonischen Vielfalt. Die reiche Harmonik und melodischen Sequenzen ergänzen und reiben sich mit offenen, freieren Strukturen, die manchmal wie Klangcollagen erscheinen, sowie die beiden `Brussels night´ – Parts oder in ` A taxi will come´. Alles gemeinsam verbindet sich zu einem organischen Gruppensound. Schickentanz´ Posaunenspiel istgeschmeidig, prominent, aber nicht dominant. Sparsam und gezielt eingesetzte Samples schaffen zusätzlich Atmosphäre und ziehen den Hörer schon mit dem Opener `Unter Menschen´ in den musikalischen Kosmos des Kölners. In dem findet sich auch die Volksweise `Sah ein Knab ein Röslein stehn´, die nach anrührendem, aber keinesfalls kitschigen Beginn einen fulminanten Groove entwickelt. Weil das Röslein der einzige Track ist, der nicht aus der Feder des Posaunisten stammt, unterstreicht das Repertoire auch die überzeugenden Qualitäten als Komponist.

 

Joachim Holzt-Edelhagen -Chimera / Andreas Schickentanz – April 2013  

Der Posaunist Andreas Schickentanz fasziniert die Welt mit seiner neuen CD “ Chimera“ – Zusammen mitMatthias Erlewein (ts), Lars Duppler (p), Volker Heinze (b), Jens Düppe ( dr), Johannes Behr (g), Fillippa Gojo (voc) entsteht ein Klangkosmos des traditionellen Jazz, ohne sich im Gestern zuverlieren. Das hochkarätige Ensemble zieht den Hörer ab dem ersten Stück in seinen Bann. Die vielfarbigen Stücke wie z.B. “ Unter Menschen “ – “ Brussel night “ – Jaune et vert “ u.a. fügen sich harmonisch zusammen. Dem Hörer verbleibt ein eleganter Fluss an Jazz-Musik , die beeindruckt. Durch den samtigen Klang der Posaune mit Effekten wird das Album zu einer besonderen Atmosphäre. Gehaltvolle Soundvarianten zu einerWeichheit, die punktgenau u. witzig ist. Kompositionen von Andreas Schickentanz, an denen das Jazz-Herz nicht vorbei kommt. Weggefährten sind auch Lee Konitz -David Liebmann- Claudius Valk -Norbert Stein-Markus Stockhausen u. Nils Wolgram . Ein “ Star Ensemble“ hochkarätig und beeindruckend.April 2013 / Joachim Holzt-Edelhagen

 

Jazz Podium – Chimera / Hans Bernd Kittlaus 2013

Posaunist Andreas Schickentanz legt mit „Chimera“ seine zweite CD unter eigenem Namen vor, eingespielt mit seinem Quintett REFUGIUM, das seit 2010 besteht. Der Hörer spürt jederzeit die Vertrautheit der Bandmitglieder untereinander und mit den elf Eigenkompositionen des Leaders.

Schickentanz prägt mit seinem sehr runden, kultivierten Posaunen-Sound die Musik und sticht auch solistisch hervor, etwa in „Jaune et Vert“ oder dem Solostück „Solitary“. Ihm zur Seite steht der Tenorsaxofonist Matthias Erlewein, der ähnlich wie Schickentanz musikalische Substanz überheldenhafte Virtuosität stellt. Die Musik bewegt sich überwiegend auf eher ruhigen Pfaden bis hin zu Lounge-Anklängen, so etwa in „Abbygail“ mit der Sängerin Filippa Gojo als Gastsolistin. Abwechslung schaffen eine Sound Collage unter dem Titel „A Taxi Will Come“ mit Taxi-Hupen und der Stimme eines Muezzins oder die gelungene Verjazzung des deutschen Volkslieds „Sah ein Knab ein Röslein stehen“. Schlagzeuger Jens Düppe hat großen Freiraum, den er gekonnt mit perkussiven Farben ausmalt. Gemeinsam mit Bassist Volker Heinze schafft er eine stabile rhythmische Basis, die den beiden Bläsern ebenso den Rücken freihält wie dem Pianisten Lars Duppler, der besonders mit seinem Solo in „Boviscopophobia“ (Angst als Herdentier angesehen zu werden) glänzt. Insgesamt eine CD, die mehrfaches Hören mit immer neuen musikalischen Entdeckungen belohnt.

 

Uli Kuth – Chimera / Jazzhaus Musik JHM 214, 2013

Ein verspäteter Wintermorgen, Anfang April, Schnee und Regen, die Wolke nähert sich den Straßen und färbt die Luft milchig-dunkelgrau. Warum aufstehen? Das hätte eigentlich noch Zeit. Der Briefträger bringt eine neue CD mit einem in dieser Situation vielversprechenden griechischen Titel: Chimera, in der Mythologie eine Bezeichnung für feuerspeiende Ungeheuer und Doppelwesen aus Tieren und Menschen. Die spätere Ableitung Schimäre suggeriert eine unreale phantastische Vorstellung, ein Trugbild. Bei Musik wäre das plausibel, denn sie ist für viele Denker `der vollkommenste Typus der Kunst. Sie kann ihr letztes Geheimnis nie enthüllen´. (Oscar Wilde).

Mitte des Lebens. Ein vorläufiges Ergebnis mit 11 abwechslungsreichen Kompositionen von Schickentanz und einem bearbeiteten traditionellen Lied, `Sah ein Knab’ ein Röslein stehen´.  Eine gestandene Besetzung der Kölner Szene:

Andreas Schickentanz, Posaune, Matthias Erlewein, Tenorsaxofon, Lars Duppler, Klavier,Volker Heinze, Bass, Jens Düppe, Schlagzeug. Dazu Johannes Behr, Gitarre und Filippa Gojo, Gesang.

Ein erster akustischer Durchgang –nebenbei, beim Frühstück- schafft eine Ahnung, dass es sich hier um eine konzis durchdachte Produktion handelt, die intelligent und ironisch aus den Jazz- und Literatur-Archiven schöpft und bei aller kompositorischen Stringenz improvisatorische Freiräume für die individuellen Persönlichkeiten ohne verordnende Deckelungen schafft. Sparsam eingesetzte Soundscapes projizieren die Aufnahmen aus dem akustischen Nirvana in erfahrbare Lebenswelten.

`Unter Menschen´ heißt das erste Stück, das den Hörer auf einen belebten Platz einlädt. Daraus schält sich eine harmonische Einleitung für einen mittelschnellen Groove in dessen thematischer Gestaltung Posaune, Tenorsaxophon und Gitarre klar machen, dass es hier kommunikativ `wie im richtigen Leben´ zugeht: keine maschinelle Präzision, sondern ein bewusstes Suchen und Finden in drei Rollen. Die narrative Haltung bricht nicht ab sondern wird zur künstlerischen Haltung. Unter Menschen eben.

`Brussels night I´ ist ein kurzes Stück über einem ostinaten Basston in dem der Atem die Hauptrolle zu spielen scheint. Schickentanz und Erlewein kosten den Tonraum zwischen Ansatz und erstem Klang zu einer subtilen Gestaltung aus.

Zeit für ein schnelleres Stück, das auch zu folgen scheint. Doch man lasse sich nicht täuschen. Die Komposition bezieht auch harmonische Kontrastflächen ein, in denen die Musiker das Tempo variieren können, allerdings ohne es in anderen Musikbereichen wie der freien Improvisation aufzulösen. Der Titel `Boviscopophobia´ ist ein Kunstwort, das die Angst meint, nur als Herdentier angesehen zu werden, ist also übertragen auf den Jazz ein Plädoyer für die künstlerische Eigenständigkeit eines jeden Spielers. Schickentanz und seine Kollegen geben dazu erfrischende Statements in den gemeinsam gestalteten Passagen ab.

Das nächste Stück `Brussels Night II´ ist ein Solostück für die Posaune, für Schickentanz verbunden mit den Erfahrungen, die er in seinen Jahren in Brüssel gemacht hat.

`Ballade des pendus´ ist auch der Titel der bekanntesten Dichtung von François Villon, die `Ballade der Gehenkten´ oder auch `Galgenvögel Ballade´, ein flammender Appell an die christliche Nächstenliebe, den Villon in der Todeszelle geschrieben hat. Hier ist es eine Tango-Reminiszenz im `alten Ton´, also ein Stück nostalgischer Ironie. Der Kriminaltango lässt grüssen. 

Es ist für einen Jazzmusiker eine alltägliche Erfahrung, dass er sich in vielen Idiomen bewegt. Schickentanz trifft seine Auswahl:

`Solitary´ ist ein Solo für die Posaune ohne besondere Effekte, die wieeine Einspiel-Etude anmutet mit einem witzigen Schluss: Der Posaunist verlässt den Raum und geht in den Keller nachdem er die Tür geräuschvoll zuschlägt.

`Abbygail´ formt einen Latin-Song ohne Worte, modern jazz, der eine Brücke zur Bossa Nova sucht.

Kammermusik + modal jazz

`Sah ein Knab ein Röslein stehn´ hat im 19. Jahrhundert Furore gemacht mit dem Text von Goethe, vertont von Franz Schubert. Seitdem zählt es zu den bekanntesten deutschen Volksliedern Doch das Original ist älter. Es erschien 1773 in einer Sammlung von Johann Gottfried Herder, die auch eine Inspiration für Goethe war.

`A taxi will come´ führt in eine klangliche Grossstadtkulisse, Autos, Martinshörner und Hupen, Lautsprecherstimme eines Muezzins. Das Ganze ist der Background für ein mehrstimmiges Posaunensolo in Akkorden mit Hilfe eines Harmonizers. Eben nächtliche Großstadt.

`Jaune et vert´ führt von einem modalen Pedal-Bass zum Thema und lässt den Solisten alle tonalen und rhythmischen Freiheiten. Die handwerkliche Herausforderung für die Band ist das Ziel, gemeinsam am Gerüst des Stücks zu feilen.

Das Finale der CD Chimera ist ein ruhiges Stück. das den Gestus der Einleitung aufgreift und damit dem Projekt eine formale Geschlossenheit gibt. `The weight of shadow´ fasst die spielerischen Stärken der Produktion zusammen, eine konstruktive musikalische Zusammenarbeit in der genügenden Zeit, um emotional und handwerklich auf die Beiträge der Kollegen einzugehen.